VON STIFTERN, SPONSOREN UND MÄZENEN: EDUARD PFEIFFER

Wir starten unsere Reihe „Von Stiftern, Sponsoren und Mäzenen“ – von Stuttgarter Wohltätern mit einem Mann, der um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert Spuren hinterlassen hat, die noch heute deutlich in der Stadt zu finden sind: dem Bankier, Genossenschaftler, Sozialreformer und Ehrenbürger Stuttgarts Eduard (von) Pfeiffer (1835 – 1921 in Stuttgart). Pfeiffer war wohlhabend und dennoch – oder gerade deshalb – ein politisch denkender Mensch, den die damals sehr brisante „soziale Frage“ umtrieb. Zeitlebens engagierte er sich in zahlreichen Initiativen um die Verbesserung des Wohls der geringer Verdienenden.

Eduard PfeifferIn dem Kunst- und Architekturhistoriker, Dr. Bernd Langner, Geschäftsführer des Schwäbischen Heimatbundes (SHB), haben wir einen profunden Kenner Eduard Pfeiffers gefunden. Dr. Langner wird uns in einem ca. ¾-stündigen Bildervortrag in das Leben und enorm vielfältige Wirken des Mäzens in Wort und Bild einführen. Freundlicherweise stellt uns dafür der SHB seinen Vortragssaal in der Weberstraße zur Verfügung.

Gemeinsam spazieren wir dann zum Eduard-Pfeiffer-Haus in der Heusteigstraße 45. Es war 1890 als Arbeiterheim eröffnet worden und bot damals Unterkunft für 240 Mieter. Ein Glanzstück des Hauses ist der Versammlungssaal, der nach dem Zweiten Weltkrieg bis zum Jahr 1961 als Provisorium für Plenarsitzungen des Landtags genutzt wurde; hier ist u.a. der Gründungsort des Landes Baden-Württemberg. Heute dient der Saal als Experimentierbühne der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Wir können nur einen kurzen Blick hineinwerfen, denn hier sind fleißige Kunststudierende am Werk.

Merkurstatue auf der Wassersäule an der Alten KanzleiUnser Spaziergang führt uns weiter in die nahe gelegene Weißenburgstraße. In einem wie aus der Zeit gefallenen Backsteinhäuschen, idyllisch versteckt in einem Hinterhof, war die Produktionsstätte der ehemaligen Kunsterzgießerei Pelargus. Mehr als sechs Generationen haben hier in über 200 Jahren so manches Kunstwerk aus Zinn und Erz erschaffen, das noch heute das Stadtbild ziert, so die Originalversion der Merkurstatue auf der Wassersäule an der Alten Kanzlei oder die acht Flussgenien unter den Brunnenschalen auf dem Schlossplatz. Wir erfahren, wie die Werke entstanden sind und was heute an diesem Ort geschieht. Hier endet unser Ausflug in die Jahrhundertwende.

(Text und Organisation: Brigitte Ruoff und Doris Schöpke-Bielefeld)

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