Südböhmen und Brünn

Donnerstag, 10. – Mittwoch, 16. Oktober 2019

1. Tag – Donnerstag, 10. Oktober
Unser erstes Zwischenziel nach der Abfahrt in Stuttgart ist Passau. Hier können wir während einer Dreiflüsse-Stadtrundfahrt bequem vom Schiff aus den unvergesslichen Ausblick auf Passau genießen: Die bunten Fassaden, den Dom St. Stephan, die Dreiflüsse-Mündung, das Ober- und Niederhaus sowie das Kloster Maria Hilf. Während der Fahrt kann jeder nach eigenen Wünschen Kaffee & Kuchen oder Wiener mit Brot und Senf beim Servicepersonal an Bord bestellen.

Nach der Schifffahrt geht es weiter durch den Bayerischen Wald über Freyung zur Grenze nach Tschechien und weiter durch den Böhmerwald bis nach Budweis.
Nach Ankunft im Hotel haben wir noch genügend Zeit uns die Beine zu vertreten oder ein wenig auszuruhen.

Zum Auftakt der Reise und zur Einstimmung auf Böhmen und Mähren verbringen wir heute einen typischen Südböhmischen Abend im Hotel. Es wird ein landestypisches Menü serviert und für die passende Musik und Unterhaltung sorgen zwei Musiker mit dem Akkordeon.

Die ersten beiden Nächte verbringen wir hier im Clarion Hotel Ceské Budejovice**** in Budweis. Das Hotel ist nur einen 5-minütigen Spaziergang von der Altstadt entfernt und verfügt über elegant eingerichtete Zimmer.

2. Tag – Freitag, 11. Oktober
Wir starten den Tag mit einer kurzen Fahrt nach Böhmisch Krummau. Seit Jahrhunderten gilt das kleine Städtchen an der Moldau als “Perle des Böhmerwaldes” – und das nicht nur wegen der einzigartigen Lage in einer Moldau-Schleife. Die gesamte Innenstadt wurde von der UNESCO bereits 1992 zum Weltkulturerbe ernannt. Das Ensemble von 300 historischen Häusern mit dem Schloss- und Burgkomplex beeindruckt jeden Besucher auf Anhieb und die verwinkelten Gassen, die hölzernen Balkone und die farbig getünchten Häuser in Verbindung mit Biergärten und Straßencafés lassen sogar ein wenig mediterranes Flair aufkommen.
Im Anschluss an unseren geführten Stadtrundgang lassen wir uns unser gemeinsames Mittagessen im Restaurant Konvice (Zur Kanne) schmecken, fahren dann zurück in Richtung Budweis und weiter zum Schloss Hluboká (Schloss Frauenberg). Das Schloss befindet sich in der nur zehn Kilometer von Budweis entfernten Stadt Hlubaká nad Vltavou und ist ein wahres Juwel der Neugotik. Es wird oft als das schönste Schloss in ganz Tschechien aufgeführt und scheint in der Tat gerade einem Märchenbuch entstiegen zu sein. Schon von weitem ist dieses eindrucksvolle Bauwerk zu sehen, das auf einer Anhöhe über der Moldau steht. Das heutige Aussehen hat das Schloss der Fürsten von Schwarzenberg zu verdanken. Sie ließen die ursprüngliche Burg aus dem 13. Jahrhundert im Zeitraum von 1845 bis 1871 vollständig im Stil der englischen Neogotik umbauen. Nach der Besichtigung des Schlosses haben wir Zeit für einen Spaziergang durch den großen, im englischen Stil angelegten Schlosspark oder für eine Kaffeepause im Schloss-Café.

Am Abend spazieren wir vom Hotel aus in Richtung Altstadt (700m Entfernung). Unser Ziel ist das Restaurant Masné Krámy. Das zur Budweiser-Brauerei gehörende Lokal befindet sich in einem historischen Gebäude und kann mit einer langen Geschichte aufwarten. Wir haben hier das einmalige Erlebnis, am einzigen Ort der Welt das gezapfte Budweiser Budvar Lager direkt vom Tank zu kosten! Angeboten werden außerdem andere Biere aus dem Budweiser-Sortiment und traditionelle tschechische Spezialitäten.

3. Tag – Samstag, 12. Oktober
Nach dem Frühstück verlassen wir Budweis wieder und fahren über Humpolec nach Brünn.
Brünn (tschechisch: Brno) ist die zweitgrößte Stadt Tschechiens und Hauptstadt von Südmähren. Sie ist schon seit dem 17. Jahrhundert Zentrum des historischen Mähren, Universitätsstadt und Sitz des tschechischen Verfassungsgerichtes. Etwa 1021 wurde die Burg Brünn erbaut und gab später der anliegenden Siedlung den Namen. 1243 wird Brünn von Wenzel I. als Stadt gegründet. Vom 13. Jahrhundert bis zum Ende des 1. Weltkrieges war Brünn in seiner damaligen Ausdehnung vorwiegend deutschsprachig. Bald nach dem 1. Weltkrieg wurden die Deutschen in der nun zur Tschechoslowakei gehörenden Stadt durch Eingemeindung zur Minderheit. Das dunkelste Kapitel der Stadt wurde am 31.05./01.06.1945 geschrieben.
In Folge der Benes-Dekrete kam es zum sogenannten „Brünner Todesmarsch“, bei dem fast alle deutschsprachigen Einwohner zur österreichischen Grenze marschieren mussten.

Im Anschluss an unser gemeinsames Mittagessen im Brünner Stadtzentrum unternehmen wir zusammen mit örtlichen Reiseleitern eine Stadtrundfahrt in Minibussen. Somit haben wir die Möglichkeit attraktive Orte der südmährischen Metropole kennenzulernen, die etwas außerhalb des historischen Zentrums liegen und zu Fuß nicht gut erreichbar sind. Bestandteil der Rundfahrt ist auch die Fahrt hinauf zur Burg Spielberg. Seit mehr als sieben Jahrhunderten liegt sie auf einem Hügel oberhalb der Altstadt und ist das bedeutendste historische Denkmal der Stadt Brünn. Von der Umgangsplattform des Eckturms hat man einen einmaligen Blick auf die Stadt und ihre Umgebung.

Unser Bus bringt uns nun zum Hotel. Wir beziehen unsere Zimmer und nehmen hier das Abendessen in gemütlicher Atmosphäre ein.
Im Hotel Courtyard by Marriott Brno**** in Brünn bleiben wir für die weiteren vier Übernachtungen. Es ist ruhig gelegen und dennoch nur wenige Minuten außerhalb des Stadtzentrums.

4. Tag – Sonntag, 13. Oktober
Lednice ist heute unser erstes Ziel. Die Stadt liegt am rechten Ufer der Thaya nahe der österreichischen Grenze und ist mit dem Schloss Lednice als Teil der Kulturlandschaft Lednice-Valtice in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes eingetragen. Die Hauptsehenswürdigkeit ist das Schloss, besser gesagt ein „Märchenschloss“ das zu den meist besuchten in Tschechien gehört. Gebaut wurde das Areal von den Liechtensteinern, die das Gebäude mit der Parkanlage mit Teichen, kostbaren Bäumen und romantischen Bauten bis 1945 in Besitz hatten. Seitdem gehört das Schloss dem tschechischen Staat. Während eines geführten Rundgangs sehen wir die Repräsentationssäle für Gäste und die Privatzimmer der Fürstenfamilie. Heute befindet sich zudem ein Marionetten-Museum im Schloss.

Nach der Führung geht die Fahrt weiter in den Nachbarort Valtice. Die Dominante von Valtice ist das Barockschloss der Liechtensteiner. Es diente als „Familienhaus“, während das Schloss in Lednice als „Erholungshaus“ genutzt wurde. Valtice wird auch „mährische Weinhauptstadt“ genannt und wer sie besucht stellt fest, dass dies keine Übertreibung ist. Außer einem Weinsalon, unzähligen Weintheken und Weinstuben gibt es in Valtice ein Weinmuseum, einen Weinlehrpfad und eine Fachschule für Weinbau. Die Geschichte des Weinbaus wird hier schon seit dem 15. Jahrhundert geschrieben. Er hat den 30-jährigen Krieg und beide Weltkriege überlebt. Die Region um Valtice bringt die besten Weine des Landes hervor. Ein Synonym hierfür ist das Weingut Chateau Valtice als eines der wichtigsten und ältesten Weingüter in Tschechien. Das Familienunternehmen mit tiefen mährischen Wurzeln und Traditionen ist in seiner heutigen Form vor allem der größte Weinbauer in Tschechien. Auf über 1000 Hektar Rebfläche rund um Valtice werden rund 30 verschiedene Rebsorten angebaut.

Ein gemeinsames Mittagessen in der sehr renommierten Weinstube Valtice 1100 stärkt und „wappnet“ uns für eine ausführliche Weinprobe. Ein anschließender Fotostopp am Schloss Valtice rundet unseren Aufenthalt in der mährischen Weinhauptstadt ab und wir fahren wieder zurück nach Brünn.

Unser Abendessen nehmen wir im Hotel ein.

5. Tag – Montag, 14. Oktober
Heute geht es zuerst zur Villa Tugendhat, diese hat als stummer Zeitzeuge die Höhen und Tiefen seiner Bewohner miterlebt und ist gleichzeitig ein Symbol des modernen Wohnstils. Das Werk des berühmten deutschen Architekten Ludwig Mies van der Rohe, der neben Walter Gropius und Le Corbusier zu den Begründern moderner Architektur gehört, gilt bis heute als eine der vier bedeutendsten Villen in Europa. Diese architektonische Perle moderner Architektur wurde deshalb auch in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Interessant ist nicht nur das Schicksal der Villa, sondern auch das Schicksal des reichen jüdischen Ehepaares Tugendhat. Sie zogen 1930 in die Villa ein, verbrachten dort aber nur acht Jahre. Um sich vor den Nazis zu retten, reisten Sie in die Schweiz und weitere drei Jahre später nach Venezuela. 1939 wurde ihr Haus von der Gestapo in Beschlag genommen, zwischen 1945 und 1950 diente die Villa als private Tanzschule und später sogar als Rehabilitationszentrum für Kinder. Die „Bauhaus-Ikone“ Villa Tugendhat ist allerdings noch nicht lange ein Museum. Hier wurde auch knallharte Politikgemacht und die Urkunde, welche die Abspaltung der Slowakei festschrieb, wurde 1993 hier unterzeichnet. Während unserer Führung sehen wir sowohl die Wohnräume, als auch den Garten und das sogenannte technische Stockwerk.

Anschließend bringt uns unser Bus zurück ins Zentrum, genauer gesagt zum Jakobsplatz, einem der Symbole für die Veränderungen der Stadt. Die zweitgrößte Stadt Tschechiens kann sich inzwischen rühmen die „Hauptstadt der Bewegung und der Moderne“ des Landes zu sein. Hier stehen das höchste Wohnhaus Tschechiens, die größte Oper Osteuropas, die erste Moschee des Landes sowie knapp einhundert Bauten der klassischen Moderne. Dafür, dass der Jakobsplatz den Ruf hat, ein Zentrum des gesellschaftlichen Lebens mit kosmopolitischer Atmosphäre zu sein, sorgt unter anderen das funktionalistische Café Savoy. Es steht exemplarisch für die rasante Entwicklung Brünns im dritten Jahrzehnt des 20. Jahrhundert. Hier unternehmen wir einen kurzen Rundgang rund um den Jakobsplatz zum Thema „Stadtentwicklung“.

Bevor es dann weiter in den Stadtteil Bystrc zur Brünner Talsperre geht, lassen wir uns unser Mittagessen in einem typischen Bierhaus schmecken.

Über den Stausee, der heute ein wichtiges Naherholungsgebiet ist, erreichen wir die Burg Vevery, die sich nur zwölf Kilometer von Brünn entfernt auf einem Felsvorsprung oberhalb der Talsperre befindet. Ein besonderes Merkmal des Schiffsverkehrs ist der Elektroantrieb, der für die Umwelt von großer Bedeutung ist. Wasserverunreinigung durch Ölprodukte im Stausee wird vermindert und ein Beitrag zur Luftreinheit und Senkung des Lärmpegels wird geleistet. In entspannter Ruhe können wir die schöne Aussicht genießen.

In einem der Ausflugslokale am See haben wir anschließend noch Zeit für eine individuelle Kaffeepause bevor es wieder zurück zum Hotel geht.

Abendessen im Hotel.

6. Tag – Dienstag, 15. Oktober
Anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft Stuttgart – Brünn werden wir heute im Brünner Rathaus empfangen.
Im Anschluss daran entdecken wir zusammen mit einer örtlichen Reiseleitung den Krautmarkt und das Labyrinth unter dem Krautmarkt. Dieser gehört zu den ältesten Brünner Plätzen und war schon immer ein geschäftiger Ort, an dem hauptsächlich mit frischen Lebensmitteln gehandelt wurde. Die Keller unter den Häusern am Krautmarkt wurden vom Mittelalter bis zur Neuzeit angelegt und dienten insbesondere zur Lagerung von Nahrungsmitteln, Bier- und Weinfässern sowie als Versteck während der Kriegszeit. Die Keller wurden erst vor jüngster Zeit entdeckt und statisch gesichert, um diese vor dem Verfall zu retten. Im Jahre 2009 wurde diese architektonische Sehenswürdigkeit einer Sanierung unterzogen und die Keller zu einer Einheit verbunden. So entstand ein einzigartiges System historischer Kellergewölbe und Gänge, welches als „Labyrinth unter dem Krautmarkt“ benannt wurde.

Im Zentrum nehmen wir gemeinsam unser Mittagessen ein und der Rest des Nachmittags steht zur freien Verfügung. Sie können einen ausgiebigen Stadt- und Einkaufsbummel unternehmen und das eine oder andere Souvenir kaufen oder eines der zahlreichen Museen wie z.B. das Mährische Landesmuseum, das Kunstgewerbemuseum oder die sehr moderne Moravian Gallery um nur einige zu nennen.

Am Abend bringt unser Bus uns in das außerhalb des Zentrums gelegene Konfit Restaurant. Das stilvolle Restaurant bildet einen gelungenen Abschluss unserer eindrucksvollen Reise.

7. Tag – Mittwoch, 16. Oktober
Nach dem Frühstück treten wir die Rückreise nach Stuttgart an.

 

Anmeldung, Zahlung und Stornierung:

– Anmeldung bis 15. Juli 2019 bei der Geschäftsstelle von Pro Stuttgart

– Zahlung per Überweisung an Pro Stuttgart, IBAN: DE53 6005 0101 0002 1175 82, BIC: SOLADEST600

– 20% des Reisepreises bei Anmeldung, Restzahlung bis spätestens 4 Wochen vor Reisebeginn, 12. September 2019

 

Es gelten die Reisebedingungen der R & O Touristik GmbH, 71332 Waiblingen. Reiseveranstalter und Vertragspartner des Reisekunden im Buchungsfall ist die Firma Römer Reisen GmbH & Co, KG. Reisebedingungen R&O

Bei Interesse zum Abschluss einer Reiserücktritts-Versicherung, bitten wir dies auf der Anmledung zu vermerken.

Für die Reise gilt eine Mindestteilnehmerzahl von 25 Personen.

Späteste Absagefrist durch den Reiseveranstalter R & O Touristik GmbH ist 4 Wochen vor Reisebeginn.

Aus organisatorischen Gründen behalten wir uns Programmänderungen vor.

– Preis pro Person im DZ bei min. 25 Teilnehmern ​€ 1.060,-

– Preis pro Person im DZ ab 30 Teilnehmern ​​€ 980,-

– Aufpreis für Einzelzimmer ​​​​€ 180,-

– Aufpreis für Nichtmitglieder ​​​​€ 56,-

Wird bis zum Anmeldeschluss eine Teilnehmerzahl von 30 Personen erreicht, verringert sich der Reispreis auf

€ 980,- p.P. im DZ bei unverändertem Einzelzimmerzuschlag.

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